Astrids Top Ten
Auf den kommenden Seiten möchte ich gerne festhalten, was Astrid
gerne gehabt hat und wie ich das in Erinnerung habe und halten
möchte. Vieles von dem, was hier genannt wird, hat uns beiden
viel bedeutet. Das ist natürlich eine willkürliche Auswahl,
insbesondere bleibt es auf die Jahre reduziert, die ich mit ihr
verbringen durfte. Über all das, was davor passiert ist und ihr
aus dieser Zeit besonders am Herzen liegt, weiß ich leider zu
wenig bzw. nur unvollständiges. So würde zu den
Lieblingsorten sicher eine Hängematte in Thailand gehören
(siehe Nicoles Eintrag im Gästebuch), zur Liebingsmusik sicher
irgendetwas von Little Steven, dessen Deutschland-Tourneen sie in
ihrer Jugend zusammen mit einer Freundin eine Zeit lang intensiv
verfolgt und besucht hat. Zu manchen Top 10-Einträgen fällt
mir eine Geschichte oder Assoziation ein, andere wurden eben einfach
nur so gemocht. Genug der Vorrede! Hier sind sie: Die Astrid-Top-10:
Astrids Lieblingsgerichte
- Spaghetti mit Speck-Zwiebel-Tomatensauce
Das ist schon komisch: Astrid bleibt mir als großartige
Köchin in Erinnerung, die viele tolle Menüs gezaubert hat,
mal nur für uns zwei, gerne und oft auch für
Gäste. Und dennoch: Ohne zu zögern, setze ich ein eher
einfaches Pasta-Gericht auf Platz 1. Zum einen, weil wir es (als wir
noch Fleisch aßen) sehr oft gemacht haben, zum anderen, weil
es immer wieder deutlich den Unterschied zwischen Astrid als
Köchin und mir als Koch gezeigt hat: Obwohl ich (glaube ich)
gar nicht so schlecht kochen kann, war dieses Essen bei Astrid immer
um Längen besser - wahrscheinlich, weil sie viel mehr Geduld
hatte und beim Kochen immer mit Liebe und Sorgfalt zu Werke
ging.
- Tapas: Mariniertes Gemüse, Thunfisch-Empanadas, Tortilla
u.v.m.
Das hat Astrid am
liebsten gemacht, wenn wir viele Gäste hatten: Ein großes
Buffet voller leckerer Tapas! Sie hat dann nicht nur den ganzen Tag in
der Küche gestanden, sondern auch schon Tage (wenn nicht gar
Wochen) vorher Rezeptbücher gewälzt und in der ganzen
Wohnung Zettel hinterlassen, auf denen sie notiert hatte, was sie so
alles machen könnte. Ein paar Standards waren eigentlich immer
dabei: Mariniertes Gemüse, Empanadas, eine Frittata oder
Tortilla, Bohnen-Thunfischsalat und (auf meinen Wunsch, obwohl es - da
französisch - gar nicht so gut dazu passt:) gefüllte
Eier. Wahnsinnig lecker!
- Raki-Tafel: Zigaretten-Börek
mit Schafskäse, Zucchinipuffer, Hummus u.v.m.
Das ist ja eigentlich die türkische Variante eines
Tapas-Buffets. Ich führe es trotzdem gesondert auf, weil Astrid
das in unseren ersten jahren häufiger gemacht hat. Zwei
Erinnerungen bleiben mir daran: Eine Raki-Tafel in unserer ersten
Wohnung in Köln-Junkersdorf, bei der sich Astrid furchtbar mit
Raki abgeschossen hat - eines der ganz wenigen male (ich kann es an
einer Hand abzählen), an denen sie wirklich sturzbetrunken war
(.... offensichtlich aber nicht nur sie: Dem Vernehmen nach ist
Ramona an dem Abend auch nicht ganz ohne Unfälle nach Hause
gekommen .....). Die andere Erinnerung: So fing eigentlich alles
mit uns an. Nach einer Raki-Tafel in ihrer Wohnung in
Köln-Mühlheim bin ich einfach da geblieben (war ja auch zu
betrunken, um noch heimfahren zu können) und 10 Jahre nicht
wieder gegangen .......
- Lachsfilet mit Senfsauce, Blattspinat und Reis - einer unserer Klassiker und Dauerbrenner!
- Risotto mit Kürbis und Chili
Das habe ich ausgewählt als
Gericht aus ihrer 5-Elemente-Phase (ihr letztes Jahr). Dieses leckere
Risotto haben wir bei einem Kochkurs Italienisch kochen nach der
5-Elemente-Küche im Five Seasons gelernt.
- Huhn in Honig-Balsamico-Sauce
- Fondue
Ein Muss für jedes Weihnachten in Erkrath. Sie hat ihrer Mutter
immer ziemlich genau vorgegeben, welche Soßen erwünscht
(naja, eher erlaubt) waren. Selbst Ende 2004, als es ihr schon
nicht mehr gut ging (und obwohl sie seit über einem Jahr kein
Fleisch mehr gegessen hatte), hat sie dies ihrer Mutter noch
mitgeteilt.
- Seezunge mit Spinat
- Moussaka
Moussaka verbinde ich untrennbar mit unserem wunderbaren ersten
Urlaub im Sommer 1995: Fünf Wochen Insel-Hopping kreuz und quer
über die Kykladen. Wir hatten nicht so viel Geld, daher haben
wir sehr oft Moussaka gegessen - i.d.R. das billigste Essen in den
Tavernen. So lecker wir das eigentlich fanden: Nach dem Urlaub war
es erst einmal für ein paar Jahre genug damit!
- Pizza Helsinki
Ein Mitbringsel von einem Ausflug nach Hamburg, noch ziemlich an
unserem Anfang. In einer alten Fabrik in Altona (... oder zumindest
irgendwo da in der Kante ...) haben sie diese leckere Pizza gemacht:
mit geräuchertem Lachs belegt und mit Créme fraiche
bestrichen. Das haben wir dann zu Hause öfters kopiert.
Astrids Lieblingsfilme
- Miss Marple - Mörder ahoi!

Ich erinnere mich gerne
an das Frühjahr 2002; obwohl es Astrid aufgrund der
Chemotherapien eigentlich nicht all zu gut ging, gab es dennoch auch
in dieser Zeit viele schöne Momente. Sehr gut vor Augen habe ich
noch unsere Wochenenden, an denen wir uns Tee gekocht, auf der Couch
eingekuschelt und alte Schwarz-Weiß-Filme auf Video angeschaut
haben. Den Anfang haben wir mit den vier herrlichen
Miss-Marple-Filmen gemacht. Mörder ahoi steht hier
stellvertretend für alle vier (- ich finde allerdings auch, dass
es der beste ist -). Es war an diesen Wochenenden gemütlich,
lustig und ganz einfach schön. Nachdem wir die Miss-Marple-Filme
durch hatten, sind wir auf die Don-Camillo-und-Pepone-Filme
übergegangen, die beinahe genauso gut sind wie Miss
Marple. Daher steht auf Platz 2 stellvertretend für alle
Don-Camillo-Filme:
- Genosse Don Camillo
- Der Herr der Ringe (Trilogie)

Astrid hat den Herrn der
Ringe als Buch sehr gerne gehabt und auch die Verfilmung hat ihr gut
gefallen. Nach dem gelungenen ersten Teil hat sie sich im Dezember
2002 und im Dezember 2003 jeweils sehr auf die Fortsetzungen
gefreut.
- Der Fluch der Karibik

An Johnny Depp / Captain Jack
Sparrows hatte Astrid einen Riesen-Spaß. Es gab noch andere
Filme mit Johnny Depp, die Astrid sehr gerne gemocht hat, allen voran
Ed Wood. Vor kurzem war ich in Charlie und die
Schokoladenfabrik (auch mit Johnny Depp); das wäre mit
Sicherheit auch ein Film gewesen, den sie sehr gemocht
hätte. Überhaupt waren ihr lustige Filme die liebsten. In
Action-Filme oder eher düstere Filme habe ich sie hingegen so gut
wie nie bekommen.
- Shrek (Teil 1)
- Down by law

Astrid mochte zum einen Tom Waits
sehr gerne (siehe Musik-Top-10), zum anderen blieb ihr aber auch die
Rolle von Roberto Benini stets sehr gut in Erinnerung. Bei uns ein
öfter gebrauchtes Zitat: Strange mother, my mother!
(als Roberto Benini erzählt, wie seine Mutter Kaninchen
geschlachtet hat).
- Walace & Gromit: Unter Schafen
- Der Schuh des Manitu

Wie schon
häufiger gesagt: Astrid konnte herrlich albern sein und hatte
daher auch an diesem Film, in dem sie sogar zwei mal im Kino war,
einen Riesen-Spaß.
- Wir sind keine Engel

Der Film steht hier stellvertretend
für die ganzen Bogart-Filme, die Astrid gerne gesehen hat
(z.B. Bogart als Phillip Marlow oder in African Queen). Besonders hat
sie an diesem Film aber (die Schlange) Adolphe gemocht, insbesondere
die Schlussszene, in der alle drei - und eben auch Adolphe - einen
Heiligenschein haben.
- Kleine Haie

Der Film gehört für mich
zwingend in die Top 10, weil es der erste Film war, den wir zusammen
im Kino gesehen haben - noch bevor wir richtig zusammen gekommen sind
(aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin ;-)
Astrids Lieblingsrestaurants
- Five Seasons
Auf Platz 1 ein Restaurant, das leider zum 31.12.2004 seine
Pforten geschlossen hat - als hätte die Besitzerin gewusst, dass
ihre beste Kundin nicht mehr kommen kann ..... Das Five
Seasons hatte sich der 5-Elemente-Küche verschrieben, eine
Richtung, die Astrid in ihrem letzten Jahr ziemlich konsequent
verfolgt hat. Für mich klang diese Richtung Anfangs etwas
zweifelhaft, aber spätestens seit dem ersten Besuch im Five
Seasons wusste ich, dass das nicht nur gesund, sondern auch richtig
lecker ist. Mittwochs und Samstags war im Five Seasons Pizza-Tag. Wir
waren oft da und haben uns eine Pizza 5 Elemente oder eine
Pizza Korfu schmecken lassen. Zum Five Seasons gehörte auch eine
Kochschule (die es immer noch gibt). Hier hat Astrid das Kochen nach
den Regeln der 5-Elemente-Küche gelernt. Einen Kurs (Italienisch
Kochen in der 5-Elemente-Küche) haben wir auch gemeinsam gemacht
- lecker!
- Le Moissonnier
Wir sind oft und gerne
aus essen gegangen und haben ab und an auch mal (wenn es uns das wert
erschien) richtig viel Geld dafür ausgegeben. Von den vielen sehr
guten Restaurants in Köln aus unserer Sicht das Beste: Le
Moissonnier. Allein das Lesen der Speisekarte ist ein
Riesen-Vergnügen, so viele Zutaten werden hier originell und
gekonnt kombiniert. Das Schöne am Restaurant: Trotz
Michelin-Stern und Spitzen-Status ist das Restaurant angenehm
unkompliziert, es herrscht eine unverkrampfte und lockere
Bistro-Atmosphäre. Ich erinnere mich noch gut an das Dessert bei
unserem ersten Besuch: Eine Schokoladen-Tarte, zu der uns der Kellner
einen Dessert-Wein empfohlen hatte. Normalerweise konnten wir mit
süßen Weinen so gar nichts anfangen, aber in Kombination
mit der Schokoladen-Tarte war das eine Wucht, die uns nachhaltig im
Gedächtnis geblieben ist.
- Café Sur
Kein Restaurant, sondern unser Stamm-Café, das keine 2 Minuten
zu Fuß von unserer Wohnung in der Rolandstrasse entfernt
lag. Freundliche Besitzer, leckerer Milchcafé und tolle
Kleinigkeiten zum Essen (Pebetes!). Ganz sicher - neben unserer
Wohnung - Astrids Lieblingsort in der Südstadt (siehe auch
Astrids Lieblingsorte).
- Lemmy
Eine
Südstadt-Kneipe in der Rolandstrasse. Wir waren sehr oft zum
Abendessen dort,
a) weil es so schön bequem für uns war
(5 Minuten zu Fuß) - eigentlich waren wir faule Säcke (na
gut, ich bin es immer noch).....
b) weil dort einfach gut gekocht
wird.
- Roland-Eck
In 2004 begann das Roland-Eck für uns, dem Lemmy den Rang als
meist besuchtes Restaurant abzulaufen, denn es lag sogar noch
näher an unserer Wohnung! Außerdem wird dort ein
1a-Couscous angeboten.
- Jans Restaurant in der Remise
Ein richtig tolles Restaurant in uriger Atmosphäre, nämlich
einer alten Scheune bzw. Wagenhalle. Leider waren wir nur einmal
dort, nämlich an unserem ersten Hochzeitstag am
15.09.2004. Wäre es Astrid noch länger gut gegangen,
wären sicher noch einige weitere Besuche dazu gekommen, ich
erinnere mich nämlich an einen wunderschönen und
genußvollen Abend, der kein bißchen durch Astrids
Krankheit getrübt wurde und an dem keinem von uns in den Sinn
gekommen wäre, dass es eines unserer letzten tollen Essen war.
- Fertig
Erst nach einigen Jahren in der Südstadt haben wir bemerkt, was für ein tolles französisches Restaurant sich hinter dieser unscheinbaren und leicht angegammelten Kneipen-Fassade verbirgt. An die Alt-68er-Atmosphäre haben wir uns schnell gewöhnt, eigentlich haben wir sie sogar gemocht. Astrids Lieblingsgericht: Die Trüffel-Nudeln.
- La Patata
Ein spanisches Lokal in der Kölner Südstadt, in dem man sehr
eng, aber sehr gemütlich sitzt. Hier haben wir gerne die Dorade
Royal gegessen, die wirklich total lecker ist.
- Viman
Astrid mochte asiatisches Essen sehr gerne, insbesondere
thailändisches (wohl auch wegen ihres langen Thailand-Urlaubs
nach dem Abitur). Das Viman war in unseren Augen das beste
thailändische Restaurant in Köln. Hier sind wir
häufiger gewesen, öfters auch zusammen mit Freunden.
- Sürther Bootshaus
Eines von Astrids liebsten Ausflugszielen (siehe Astrids
Lieblingsorte). Hier sind wir oft mit den Rädern oder den
Inline-Skates hingefahren oder sind mit dem Auto in die Nähe
gefahren und haben einen Spaziergang dorthin gemacht.
Astrids Lieblingsmusik
- Cake: Sheep go to heaven (goats go to hell)

Wir hatten in den letzten Jahren einen CD-Wechsler, in den man 5 CDs
einlegen kann, die dann hintereinander abgespielt
werden. I.d.R. habe ich immer Samstags morgens vor dem
Frühstück die CDs ausgetauscht, die dann 1 Woche lang
gehalten haben. Darunter waren dann eigentlich immer
3-4 CDs von Bands oder Sängern, die wir beide sehr gerne
gemocht haben. Hierzu gehört auf alle Fälle Cake. Ich
glaube, das war die Lieblingsband von uns beiden (.... meine ist
es immer noch). Aus dem Grund habe ich auch für Astrids
Beerdigung ein Stück von Cake ausgewählt - allerdings
nicht Sheep go to heaven, sondern Where would I
be without your love?, das ich vom Titel passender
fand. Sheep go to heaven ist lustiger. Manchmal haben
unsere Elche den Refrain begeistert mit gesungen. Es war sozusagen
das Lieblingslied der ganzen Familie .....
- The Piano has been drinking: Düür en
dr Wand

Von The Piano has been drinking war auch so gut wie immer
eine CD im Wechsler, stattdessen manchmal auch eine Solo-CD von
Gerd Köster (dem Sänger von Piano has been
drinking). Leider war die Band schon aufgelöst, als Astrid
und ich uns kennen lernten, so dass wir sie nie live gesehen
haben. Dafür haben wir aber mehrere Gerd-Köster-Konzerte
gesehen, zuletzt im Sommer 2004 mit dem Programm NOX -
Lieder zur Nacht. Noch zu Weihnachten 2004 hat sich Astrid
die letzte Köster-CD (Frisch)
gewünscht. Leider konnte sie sie nicht mehr hören.
- Tom Waits: The piano has been drinkin

Wer die Band The Piano has been drinking liebt, mag
natürlich zwangsläufig auch Tom Waits (schließlich
war Tom Waits auf Kölsch das erste Projekt von
The Piano has been drinking). Daher: Auch Tom Waits war meistens
Gast in unserem CD-Wechsler. Beliebteste CD: The Asylum
Years, eine Zusammenstellung seiner (meist ruhigen)
Frühwerke. Astrid hat in 2004 für unseren I-Pod eine
Playlist mit ihren Lieblingsstücken angelegt. Von Tom Waits
hat sie neben Tom Trauberts Blues und In the
neighborhood noch The piano has been drinking in
die Liste kopiert.
- The Wallflowers: One headlight

Auch The Wallflowers waren eine von Astrids Lieblingsbands und es war
klar, dass wir neu erscheinende CDs von ihnen immer gekauft
haben. Wallflower-CDs haben wir häufig bei längeren
Fahrten mit im Auto gehabt. Ich erinnere mich noch, wie wir bei
einer unserer Wein-Einkaufs-Touren kreuz und quer über die
Elsässer Weinstrasse gekurvt sind und die eben neu
erschienene CD Breach gehört haben.
- Nick Cave & the bad seeds: Where the wild
roses grow
- Element of crime: Damals hinterm Mond
- The black eyed peas: Smells like funk
- Seeed: Dickes B
B war einer meiner Spitznamen. Deshalb fand Astrid das Lied
wohl so lustig (verstehe ich gar nicht - wer ist hier dick?)
- Herbert Grönemeyer: Mensch

Viele Stücke der CD Mensch beschäftigen sich mit
dem Tod von Grönemyers Frau Anna, die einige Zeit davor an Krebs
gestorben war. Klar, dass Astrid hierzu einen besonderen Zugang
hatte. Ich mag die CD, kann sie aber z.T. kaum ertragen. Der
Weg treibt mir nach wie vor die Tränen in die Augen. Wem
das Stück zu kitschig oder dick aufgetragen vorkommt: Glaubt mir,
es wirkt heftig, wenn man die Vorgeschichte nachvollziehen
kann. Astrid hat aber, glaube ich, das Titelstück
Mensch noch lieber gemocht - bestimmt auch wegen dem Video
mit dem netten Eisbären .....
- Afterlife: Sunrise

Dies ist ein (mehr oder weniger willkürlich heraus gegriffenes)
Stück von der CD Café del Mar - Volumen
Ocho. An diese CD habe ich folgende Erinnerung: Im Sommer 2002
haben wir eine eintägige Tour durch das Chianti-Gebiet gemacht,
mehrmals unterbrochen durch Weinproben und -einkäufe. Auf der
Fahrt auf den Satubpisten zwischen den Orten, quer durch eine
wunderschöne Landschaft und einen tollen Sommertag, haben wir
diese CD gehört. Immer, wenn wir sie später gehört
haben, hatten wir sofort die Erinnerung an diesen Toskana-Tag - wohl
eine Art positive Konditionierung .....
Astrids Lieblingsorte
- Terrasse Rolandstrasse 86

Astrid hat unsere Wohnung in der Kölner Südstadt,
Rolandstrasse, heiss und innig geliebt - und ganz besonders die
Terrasse, die zum Hinterhof raus ging. Wie oft haben wir hier Abends
gesessen, z.B. mit selbst gekochter Pasta und einem Glas Wein. Wie
sehr hat sie unsere Blumen und Pflanzen gemocht und wie gerne hat
sie sich um sie gekümmert (hier kamen wir uns manchmal ein
wenig in die Haare: Ungeduldig, wie ich bin oder war, wollte ich
verblühte Pflanzen immer gleich ersetzen; Astrid hatte viel
mehr Geduld und hat sie wieder aufgepäppelt bzw. mir
erklärt, dass es durchaus mehrjährige Pflanzen gibt, die
wieder kommen .....). In ihrem letzten Sommer, nachdem sie
aufgehört hatte zu arbeiten (eigentlich war es nur als Pause
gedacht), hat sie auch an manchen Nachmittag auf der Terrasse
gesessen und an einem Speckstein gearbeitet - ein Hobby, das sie
Jahre vorher (im ersten Jahr unserer Beziehung) kurz angefangen,
dann beiseite gelegt und letztendlich in ihren letzten Monaten dann
doch wieder wieder aufgenommen hat.
- Texel

Ihre Insel, die sie so sehr gemocht hat. Ich kann gar nicht mehr genau
überblicken, wie häufig wir in unseren 10 Jahren dort
gewesen sind. Ich habe so viele schöne Erinnerungen an die
Texel-Urlaube: Unsere Radtouren, manchmal auch mit einem Tandem (das
sie wie ein Teufel gesteuert und mir Angst gemacht hat), die
Pfannekuchenessen in Den Horn, die Cafés, Tees und Pommes
(gerne auch mit Frikandel spezial) in den Strandbuden, die
Strandspaziergänge, die Fischessen in Oudeschild und die tollen
Essen in der Rotisserie Kerckeplein in Oosterend. Texel war Astrids
Insel, die sie seit ihrer Kindheit kannte und wo sie alle Wege
auswendig kannte. Texel ohne Astrid kann ich mir überhaupt
nicht vorstellen - und daher auch nicht, dort noch einmal
hinzufahren, so sehr ich Texel auch selber immer gemocht habe.
- Café Sur (siehe auch Astrids Lieblingsrestaurants)
- Sürther Bootshaus (siehe auch Astrids
Lieblingsrestaurants)
Eines von Astrids liebsten Ausflugszielen. Insbesondere in 2004, ihrem
letzten Jahr, waren wir oft hier, sowohl mit den Fahrrädern von
der Südstadt als auch nach einem kleinen Spaziergang von
Köln-Weiß aus. Astrid saß gerne hier, hat auf den
Fluß geschaut und eine Waffel gegessen. Das Sürther
Bootshaus war auch das Ziel unseres letzten Ausfluges, an den ich mich
erinnern kann. Es muss der zweite Advent in 2004 gewesen
sein. Gemeinsam mit Andrea und Richard habe ich Astrid im Rollstuhl
dorthin geschoben und wir haben dort Tee getrunken. Obwohl sie
geschwächt und so ein Ausflug nur noch im Rollstuhl möglich
war, habe ich sie in ganz guter Stimmung und optimistisch in
Erinnerung.
- Jammertal
Das Landhaus Jammertal ist eine schönes Wellness-Hotel im
südlichen Münsterland. Hier waren wir einige male zum
Auftanken gewesen, das erste mal in 2002, kurz nachdem die
ersten Chemotherapien vorbei waren. Dieser Ort hat uns nicht nur sehr
gefallen, sondern wir sind dort immer wieder zu neuen Kräften
gekommen. Wir haben dort gefaulenzt und es uns gut gehen lassen. Ich
erinnere mich, wie sehr Astrid die beiden Buffets geliebt hat, die
dort jede Woche veranstaltet wurden: das italienische Buffet in der
Wochenmitte und das Gala-Buffet am Wochenende. Ich erinnere mich an
das tolle Kräuterölbad, das wir dort (als Event) genossen
haben. Ich erinnere mich an die schönen Spaziergänge und
Radtouren in der Hard, in der das Hotel liegt. Sicher ein exklusiver
und luxuriöser Ort - aber ein wunderschöner!
- Volksgarten
Dieser Park liegt in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung in der
Rolandstrasse. Ich habe hieran zwei Erinnerungen: Zum einen sind wir
hier sehr oft spazieren gegangen: Standard war eine große Runde
um den Park, danach ging es dann immer ins Café Sur (s.o.). Zum
anderen haben wir uns hier über einige Jahre häufiger mit
Freunden getroffen, um zusammen zu grillen und die ein oder andere
Flasche Wein zu vernichten. Der Volksgarten ist bestimmt nicht der
schönste oder grünste Park in Köln - aber der tollste!
Bei schönem Wetter sitzen und liegen hier Hunderte von Leuten und
Familien und feiern und grillen - typisch ist die Dunstglocke
über dem Park, die von Hunderten von Grills produziert wird,
außerdem die Trommler, die den Park mit Musik versorgen. Ein
toller Ort, den auch Astrid sehr gemocht hat.
- Basic
Das Basic ist ein sehr schöner Bio-Supermarkt in
Köln-Ehrenfeld. In Astrids letzten 1 1/2 Jahren haben wir hier
fast jedes Wochenende eingekauft. Astrid hat das immer genossen. Sie
hat dort alles bekommen, was sie für ihre Ernährung
(5-Elemente-Küche) benötigt hat. Zu unserem Einkaufs-Ritual
gehörte auch der anschließende gemütliche Café
im Stadtgarten-Café, bei schönem Wetter oft auch dort auf
der Terrasse. Eine schöme Art, das Wochenende zu beginnen!
- In irgendeinem Kanu (z.B. in
Mecklenburg-Vorpommern)

Seit unserem 98er-Urlaub auf der Mecklenburger Seenplatte waren wir in
jedem Jahr mindestens ein mal Kanu fahren. So waren wir z.B. zwei mal
auf der Eder, einmal auf der Sieg und einmal auf der Rur. Im Sommer
2004 waren wir noch einmal in Mecklenburg-Vorpommern und sind unsere
Lieblingstour gepaddelt, die uns seit 1998 noch gut vor Augen war: die
Schwanenhavel entlang. Astrid war eine hervorragende Steuerfrau und hat
mich sicher durch so manche Stromschnelle gebracht. Ich fahre immer
noch gerne Kanu und jedes mal fallen mir dabei schöne
Erinnerungen an Astrid ein.
- Decksteiner Weiher
Einige Jahre lang haben wir uns regelmäßig mit Freunden am
Decksteiner Weiher im Kölner Grüngürtel getroffen und
haben dort Volleyball gespielt. Danach haben wir oft noch zusammen
gesessen und Bier oder Wein getrunken, manches mal haben wir dabei
auch gegrillt. Mit dem gleichen Freundeskreis sind wir einige Jahre
lang auch ein bis zwei mal pro Jahr nach Holland an den Strand
gefahren, um dort unser Netz aufzubauen und zu spielen. Meistens waren
wir dann in
- Ostkapelle (NL)
Diese Wochenenden waren immer toll, nicht nur wegen des
Volleyball-Spielens, sondern auch wegen des ganzen Drum-Herums:
Zelten, grillen, Pommes & Frikandel essen, Grolsch und/oder Wein
trinken. Ich denke gerne an diese Ausflüge und an unseren
damaligen Freundeskreis, der sich leider nach dem Studium peu a peu
auseinander gelebt hat.